Bühnenleben

10. November 2022. Beginne mit der Arbeit am meinem neuen Bühnenprogramm.

Premiere ist im Frühjahr 2024 im Theater am Hechtplatz in Zürich. Ideen gibt es unendlich viele. Und das Ding wird richtig gut. Aber aller Anfang ist schwer…
Klicke auf das Bild, und sehe dir meinen ersten Arbeitstag an. Habe einen kleinen Film davon erstellt….

26. -29. Oktober 2022. Eine schöne Tour mit Liederlich.

Das war eine äusserst erfrischende Tour mit Marie Diot, Manuel Stahlberger, Remo Zumstein, Stefan Heimoz und Reto Zeller. Erfrischend, weil zwischen uns bejahrten, weissen Männern auch das junge Duo Marie Diot und Fabian Grossberg mit auf der Bühne stand. Sie begeisterten das Publikum mit Liedern, die sich irgendwo zwischen Pop und Chanson ansiedeln lassen. Ihr Auftritt und ihre Musik strahlt nachdenkliche Leichtigkeit aus. Für mich war das ein horizonterweiterndes Vergnügen. Ich freue mich auf das Wiedersehen bei Liederlich im 2023!

22. Oktober 2022. Goodbye Komödie mit Banküberfall…

Nach gut 70 bejubelten Aufführungen in Hamburg und Zürich wird unsere Komödie in Kisten verstaut. Wer weiss, vielleicht wird unser schönes Stück irgendwann wieder ausgepackt. Es wäre mir eine Freude, mit dieser verdammt rasanten Theatertruppe wieder auf der Bühne zu stehen. Deshalb kann ich nur hoffen, dass die Menschen bald wieder (wie in den 2000 Jahren davor) in Scharen ins Theater strömen. Dann werden aufwändige Theaterereignisse wie unser Banküberfall wieder möglich sein. Inzwischen heisst’s abwarten, wachsam sein und mutig bleiben.

8. Oktober 2022. Theater am Hechtplatz. Auftritt mit mir – aber ohne Stimme

Heute war ich nur zur Hälfte auf der Bühne des Hechtplatzes. Eine Kehlkopfentzündung hat mich zum Schweigen gebracht und meine Stimme blieb zuhause. Der fixe Dominik Flaschka ist also während der Aufführung in der ersten Reihe gesessen und hat meine Texte ins Mikro gesprochen – und ich habe dazu gestikuliert und geguckt. Diese Notfallübung machte sogar ein wenig Spass. Und das Publikum hat unsere Duo-Leistung mit freundlichem Applaus honoriert. Jetzt soll ich eine Woche lang schweigen, meint der Arzt. Das wird schwierig für mich 😉

25. September 2022. Premiere von OH LÄCK DU MIR!

Frisch zurück aus Hamburg, bin ich gestern in die Premiere von Oh läck du mir gesessen. Hoppla! Dank dem Einsatz der Produzenten Freddy Burger und Christoph Bürge wurde dieses von Charles Lewinsky vor Jahren angedachte Musicalprojekt nun endlich wahr. Und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt. Meine musikalische Bearbeitung von über 20 Eugster-Hits wuchs auch dank der fabulösen Arrangements von Kai Tietje zu einem Musical, welches den Volkstümlichen Schlager und den Broadway auf ziemlich einzigartige Weise verbindet. Es ist ein tolles Ensemble zusammengewachsen und eine grossartige Bühne entstanden. Und mein Freund, der Regisseur Stefan Huber, hat einige zauberhafte Bilder entworfen. Ich bin erleichtert und glücklich.

20. September 2022. Simon Chen erscheint auf Songmapp.

Die Klanglandschaft auf Songmapp wird immer dichter besiedelt. Dichtestress ist das zwar noch nicht, aber in der Stadt Zürich stehen die Fähnchen inzwischen schön dicht beieinander. Simon Chen hat in den letzten Tagen fünf neue Geschichten auf Songmapp veröffentlicht. Sie führen das Publikum durch den Kreis 5, seiner langjährigen Heimat. Falls du Lust hast, seinen Gedanken und Worten zu folgen, dann lade Songmapp aus deinem App-Shop runter und höre los. Hier gehts zum Gratis-Download!

9. August 2022. St. Pauli Theater Hamburg, here we come.

Die Bankräuber richten sich in diesem wunderbaren Theater an der Reeperbahn ein. Ein erstaunliches Haus mit einer wirklich hervorragenden Crew vom Betriebsbüro bis zum Bühnenpersonal. Ich fühle mich hier sofort willkommen. Und das Publikum liebt unser Stück! Die Hamburger-Premiere am 9. August war ein voller Erfolg.

8. August 2022. Oh läck du mir!

Ich sitze hier mit der Shake Company in Hamburg und bereite mich auf die ersten Auftritte im St. Pauli Theater vor – und in Zürich beginnen die Proben für ‚Oh läck du mir!‘, einem Musical mit den Hits des Trio Eugster. Ich habe ja schon vor Jahren die musikalische Einrichtung der Show gemacht, und ich wäre so gerne dabei, wenn der Probenstartschuss endlich fällt. Es ist ja immer ein erinnerungswürdiger Moment, wenn alle Beteiligten im Kreis sitzen (Bühnenbild, Kostüm, Maske, Technik, Regie, Produktionsleitung, Cast) und die Show zu leben beginnt. Aufführungen gibt’s ab dem 24. September im Theater 11 in Zürich-Oerlikon.

7. Mai 2022. Premiere im Hechtplatz!

Unsere Komödie mit Banküberfall ist geboren. Und das Kind wird gefeiert. Schön ist’s, mit dieser illustren Schar an Darstellern auf der Bühne zu stehen. Und noch schöner, dass unser Stück den Leuten gut gefällt. Freue mich auf die Zukunft mit den Bankräubern und auf jeden Auftritt mit der Jailhouse-Band.

Juni und Juli 2022. Freilichtpiele Luzern: Viel Lärm um Nichts

Charles Lewinsky hat eine Schweizerdeutsche Adaption von Shakespeares ‚Much Ado About Nothing‘ geschrieben. Und ich habe einige Lieder szenische Musiken dazu und drumrum gebaut. Das Ensemble der Freilichtspiele Luzern hat sich mit Liebe an die Umsetzung gemacht. Das mit einigen ausgewählten Profis ergänzte Laientheatergruppe versprüht unter der Regie von Ueli Blum Energie und Spiellaune. Diese Theaterarbeit, die wegen Corona immer wieder verschoben werden musste, hatte ich schon fast vergessen. Ein fröhliches Wiedersehen!

Mai 2022. Komödie mit Banküberfall.

Die Premiere naht. Ich bin nervös. Die Abläufe, Umzüge und Umbauten hinter der Hechtplatz-Bühne sind komplex. Ich bewege mich eindeutig ausserhalb meiner Kernkompetenz und meiner Komfortzone, bin aber umgeben von absoluten Profis, die mir helfend beistehen. Aber Spass habe ich auch. Vorallem weil wir jetzt endlich mit Kostümen auf die Bühne dürfen. Things are coming together!

10. April 2022. Release-Day Songmapp.

Songmapp ist geboren. Die erste Ausgabe der App ist auf allen Appstores zum Download erhältlich. Wir feiern dieses Ergeignis mit Freunden, Helfern, Zugewandten, Geldgebern und den Medien mit mehreren Spazierhörgängen durch die Stadt. Die App funzt. Die Gäste sind begeistert. Ich auch. Mensch, bin ich froh, dass alles geklappt hat!

19. März 2020. Auftrittspause mit Schönholzer&Schönholzer

Weil ich jetzt voll in die Proben für die Komödie mit Banküberfall steige, mache ich mit meinem Soloprogramm eine längere Auftrittspause. Erst im September werde ich mein Programm wieder auspacken und aufführen. Und zwar am 23. Sept. im Haberhaus in Schaffhausen. Jetzt geht’s aber ab ins Komödienfach, wo ich für das nächste halbe Jahr leben und arbeiten werde. Freue mich.

11. März 2022. Probenbeginn Komödie mit Banküberfall.

Leider grätscht uns Corona gleich zu Beginn in die Produktion. Wir beginnen die Arbeit mit leichter Verzögerung und lassen uns die Laune nicht verderben. Ich werde extrem nett empfangen und Schritt für Schritt in die Welt der Shakecompany eingeführt. Hier wird mit grosser Genauigkeit und gegenseitigem Respekt gearbeitet. Meine Rolle ‚Warren Slax‘ ist ja der Prügelknabe des Stücks. Und ich werde hier zum Glück äusserst freundschaftlich und rücksichtvoll vermöbelt. Whew!

Januar 2022. Komödie mit Banküberfall.

Ich habe mir zum kommenden 60sten Geburtstag einen ausgiebigen Ausflug ins Komödienfach geschenkt. Ich werden als Warren Slax in der neusten Produktion der Shake Musical Company auf die Bühne steigen. Freue mich auf die Zusammenarbeit mit dieser wilden Theatertruppe um den Regisseur Dominik Flaschka. Und ich bin glücklich, wieder mal Teil einer Künstlergruppe zu sein. Nach den letzten beiden Jahren als Solo-Schönholzer, ist das eine willkommene und erfrischende Abwechslung.

20. Dezember 2021. Songmapp ist nun ein Verein.

Stefan Pauwels, Adrian Elsener und ich haben unseren ersten offiziellen Verein gegründet. 80 Freunde und Helfer haben die Betaversion unserer App inzwischen getestet und bewertet. Die Anwender*innen geben uns das klare Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Im April ist der offizielle Release. Bis dann gibt es noch viel zu tun.

Dezember 2021. Liederschreiben auf der Insel.

In meiner kleinen Klause auf der Werdinsel, die ich vorübergehend benutzen darf, schreibe ich am konzentriertesten an meine Texten und Liedern. Dort habe ich eine alte Gitarre, ein schwarzes Notizbüchlein und eine Kaffeemaschine. Viel mehr brauche ich fürs Liederschreiben eigentlich nicht. Hier fliessen die Gedanken und formen sich zu Stücken. Aus dem Fenster sehe auf die Limmat, die sich gerade von den Gummibootfestfahrten des vergangenen Sommers erholt.

Herbst 2021. Konzerte, Konzerte, Konzerte…

Der Herbst ist dicht bepackt mit schönen Auftrittsorten für Schönholzer&Schönholzer, Moesie&Pusik und Liederlich: Kellertheater St.Gallen, Ticino Wädenswil, Teufelhof Basel… Ich freue mich auf jeden Auftritt. Das Kulturkarussell läuft zwar noch nicht rund, aber wir (die Veranstalter, das Publikum und ich) versuchen das Beste aus der verwirrenden und beängstigenden Pandemie zu machen. Ich merke, dass ich die Unmittelbarkeit des Live-Auftritts geniesse, und ich den Kleintheaterbetrieb, trotz aller momentanen Widrigkeiten, nicht missen möchte.

15 Juli bis 30. August 2021. Die Schweizermacher auf der Seebühne.

Meine Musical ‚Die Schweizermacher‘ erlebt, gut 10 Jahre nach der Premiere in der Maaghalle in Zürich, schon seine dritte Neuinszenierung. Das Burgtheater Kreuzlingen präsentiert das Stück nahe bei der Originalfassung. Hab’s natürlich angeschaut, und ich freue mich sehr über die Energie und Begeisterung der Dartsteller und der Interpretation der grossartigen Garage-Band unter der Leitung von Philippe Frey. Schön, dass dieses Stück immer wieder gespielt wird!

Juni 2021. Songwriting für Judith Bach.

Habe einen Auftritt von Judith Bach im Theater Grünfels in Jona besucht. Ich bin begeistert und gerührt ab ihrem Solo-Musiktheater. Soviel unverstellte Menschlichkeit auf der Bühne. Eine wahre Entdeckung. Sie hat mich angefragt, ob ich für ihr entstehendes Werk ‚Endlich – ein Stück für immer‘ einige Lieder schreiben würde. Ich habe ja gesagt. Mache ich natürlich wahnsinnig gerne!

21. Mai 2021. Liederliche Carfahrt-Konzerte.

Reto Zeller hat eine Kulturspritzfahrt eingerichtet und karrt das Publikum mit dem Autobus von Spielstätte zu Spielstätte im Kanton Schwyz. Die Leute lieben den Anlass. Ich stehe einem gut gelaunten Publikum gegenüber und ich geniesse den Auftritt sehr. Überhaupt ist Liederlich in den Pandemie-Wirren zu einer wohltuenden Konstante geworden. Danke Reto, das du dranbleibst.

Frühjahr 2021. Ich schreibe Lieder für Songmapp.

In meinem Heim-Studio entstehen neue Töne, Texte und Glücksgefühle. Gottseidank kann ich durch meine Songs mit frischem Blick in die Welt schauen und mich für kurze Zeit über den Alltag erheben. Das war schon immer das schöne am Liederschreiben. Es entstehen neue Welten, von denen man davor nichts ahnte. Wie heisst es doch: Die Realität ist für diejeningen, die ihre Träume nicht aushalten.

Dezember 2020. Songmapp.

Aus meinem Ego-Projektli ‚Spazierenhören‘ ist die nationale Plattform ‚Songmapp‘ für verortete Hörbeiträge gewachsen. Zumindest auf dem Konzeptpapier. Eine fertige App gibt es zwar noch nicht, aber es wachsen immer mehr Ideen, wie wir diese Technologie zur Inszenierung von Songs (und warum nicht auch Wortbeiträgen?) verwenden können. Wir schreiben Konzepte und Eingaben, suchen nach Lösungen und Unterstützung für unser Projekt. Ein aufregender und aufstellender Lichtblick inmitten der viralen Unsicherheit.

Herbst 2020. Die Theater sind wieder offen.

ich bin zu Gast im Theater Grünfels in Jona, in der Kulturfabrik Bigla, Mühle Hunziken, Gleis 21, Kulturcasino Bern… Alles wunderbare Neuentdeckungen für mich. Extrem engagierte Veranstalterteams versuchen den Kulturkarren wieder anzukurbeln. Respekt.
Das Publikum ist aber noch unsicher und sitzt nicht gerne in geschlossenen Theaterräumen. Und leider droht auch der nächste Lockdown. Ein Zitterspiel, ein Wagnis, eine Verschieberei, ein Hin und Her. Zum Glück bekomme ich Unterstützung von Institutionen und Menschen, die der Kultur und mir grosszügig unter die Arme greifen. Danke, ihr Lieben!

Sommer 2020. Spazierenhören.

Habe eine Idee, wie ich mit meinen Liedern – trotz geschlossenen Theatern und Pandemie – zu einer Bühne komme: Ich arbeite an einer Smartphone-Karte mit Hörfunktion. Die Online-Karte führt mein Publikum zu vertonten Plätzen in der Stadt und der Natur. Dort (und nur dort) kann der/die BesucherIn den eigens für diesen Ort geschriebenen Song hören. Ich beginne mit Stefan Pauwels mit der technischen Planung. Und Adrian Elsener macht erste Kartenentwürfe. Ich bin ganz aufgeregt. Und schon schreibe ich wieder Lieder!

Frühjahr/Sommer 2020. Theater geschlossen.

Habe einen Song von John Mayer gefunden. Es passt zu diesen Tagen. Hab das Lied frei übersetzt. Entstanden ist: S Jahr vo de Sorge.

Die Kleinkunst versucht aus der Stockstarre zu kommen. Streaming ist angesagt und scheint eine Lösung zu bieten. Ich mache bei einigen Online-Events mit, kann mich aber nicht damit anfreunden, vor leeren Rängen zu spielen. Für wen? Warum? Eine eigenartige Zeit. Ich muss raus in die Berge und mir die Zukunft neu ausdenken.

März 2020. Pandemie.

Ein Virus macht uns zu schaffen. Das Leben verändert sich total. Die vollen Tage sind plötzlich leer. Wie soll’s weiter gehen? Keine Ahnung. Wir sind alle ratlos.

Februar 2020. Premiere und Tour Schönholzer&Schönholzer.

Ich feiere eine geglückte und grosse Premiere im Theater am Hechtplatz. Die Kritiken sind gut, die Veranstalter buchen mich, die Plakate sind gedruckt, die Fotos gemacht. Es sieht so aus, als ob eine intensive Bühnenzeit auf mich zukommt. Ich geniesse die ersten Solo-Auftritte ausserhalb von Zürich. Dabei lande ich auch in der Heimat in Ehrendingen. Ein unglaublich schönes und mit viel Liebe geführtes Theater.
Ach ja, und ganz nebenbei habe ich noch die Agentur wechseln müssen. Jetzt leitet Bea Marty das Unternehmen Schönholzer mit. Ich bin so gespannt, wie sich das Sololeben in den nächsten Monaten anfühlt!

März, 2019. Moesie&Pusik.

Charles Lewinsky und ich kramen in unseren Köpfen und unseren Schubladen und stellen aus neuen und alten Liedern/Texten einen gemeinsamen Abend zusammen. Moesie&Pusik heisst unsere Musik-Wort-Kiste. Dafür kreieren wir auch einige Gesangs-Duette. Und Charles outet sich dabei als Sänger und Tänzer. Oder Nicht-Sänger und Nicht-Tänzer? Wir lachen viel. Premiere wird im schönen Theater Rigiblick gefeiert!

2019. Schreiben und Spielen.

Es ist das Jahr der letzten Konzerte mit Robi und mir. Unser gemeinsames Bandleben neigt sich dem Ende zu. Ich mache aber weiter und bastle unablässig an einem eigenen Solo-Programm. Schönholzer&Schönholzer soll dieser Liedermacherspass heissen. Soviel weiss ich. Aber der Weg zur Premiere ist noch weit. Die einsame Schreibarbeit erlebe ich als belebender Ausgleich zum Touren. An meiner Seite ist wieder Paul Steinmann, als Coach und Regisseur.

April, 2018. Schönholzer&Rüdisüli.

Robi und ich räumen an der Künstlerbörse ab. Das Publikum ist begeistert und die VeranstalterInnen buchen unsere Show gleich vom Fleck weg. Auf der Fahrt nach Hause erfahren wir von unserem Management Nordart, dass wir bereits eine schöne Tournee beisammen haben. Robi ist nicht nur begeistert. Er muss nun mit bald 75 Jahren nochmals richtig Gas geben. Er macht zum Glück mit. Von nun an fahren und reden wir miteinander auf dem Weg von Theater zu Theater zu Theater…

2017/18. Coco – ein transgender Musical.

Coco war die berühmteste Transfrau der Schweiz der 1990er-Jahre, verletzlich, getrieben, charismatisch. In Bern war sie ein Star: Eine Frau im Körper eines Mannes, die leidenschaftlich und furchtlos gegen alles anrennt, was zwischen ihr und jenem Tag steht, an dem sie endlich sagen kann: «Jetzt bin ich: Ich.»
Dieses Musical haben Alexander Seibt und ich für das Stadttheater Bern geschrieben. Eine emotionale Arbeit – ein Fordern, Suchen und Abwägen. Entstanden ist eine gesungene Biografie mit einigen Liedern auf die ich sehr stolz bin. Der Schauspieler und Sänger Christoph Marti erhielt für seine Leistung in diversen Rollen den Deutschen Musicalpreis. Und als Sahnehäubchen gibt’s noch eine Einladung ans Schweizer Theatertreffen.

März, 2018. Krone für Schönholzer&Rüdisüli.

Robi und ich werden bei ‚die Krönung‘ in Burgdorf mit der goldenen Krone beehrt. Gleich nach der Krönüngsfeier heisst’s aber Weiterarbeiten an den Songs für die ‚Zwingli Roadshow‘ (Theater des Kantons Zürich), Barbara Hutzenlaub, mein eigenes Soloprogramm, Moesie und Pusik (Duo-Programm mit Charles Lewinsky), den Jonathan Swift Preis, die Jungs von ‚Bliss’… Es gibt soooviele schöne Sachen, die ich machen darf. Es geht mir saugut. Danke.

2017. Anders sein.

Die Choreografin Salome Schneebeli kenne ich von unzähligen Projekten mit der Theatergruppe Mass&Fieber. Eine Vertrauensperson für mich, wenn es um Tanz im Theater geht. Unsere neuste Kooperation wurde vom Jungen Theater Bremen initiert. Gemeinsam mit dem Ensemble hat Salome Schneebeli über die verschiedenen Facetten von Andersartig sein und sich fremd fühlen improvisiert und über die damit verbundenen Emotionen wie Neugierde, Furcht und Faszination geforscht. Und ich habe die Musik dazu geschrieben. Ein wilder Ritt durch die Stile und Tonfarben – und eine freudige Entdeckungsreise. Hör doch rein.

2017. Schönholzer&Rüdisüli. Sozialplan. Unsere erste richtige CD mit vielen neuen Liedern, die uns auf unseren kommenden Touren durch die Schweizer Kleinkunstlandschaft begleiten sollten. Eine erfüllende Arbeit mit Robi in meinem privaten Studiöli, beim Mischen-Mastern mit Manu Rindlisbacher und im Atelier des Grafikers Adrian Elsener. Die Produktion dieser CD markierte den endgültige Startschuss meiner professionellen Kleinkunstkarriere. Mit der grossen Unterstützung der Agentur Nordart begann ein neues Künstlerleben. Gute Erinnerungen.

2017. Barbara Hutzenlaub jubiliert. Nach weiss-nicht-wievielen Bühnenjahrzehnten hatte Frau Hutzenlaub allen Grund zum Feiern. Und sie präsentierte zu ihrem Jubiläum ihren ersten Solo-Abend. Oder zumindest halbsolo. Hinter und neben ihr begleitete sie die vielseitige Sängerin und Pianistin Muriel Zemp, mit dem Pseudonym Coco. Ich habe für Barbara einige Oldies augegraben und ein paar neue Furzideen liebevoll arrangiert.

2017. Singing the Praise of T.C. Boyle. Im Rahmen der Verleihung des Jonathan Swift Preises war ich geladen einen Song über Preisträger T.C. Boyle zu schreiben. Ich habe mich mit Ironie an sein Lebenswerk rangemacht und eine endlose Aufzählung all seiner Literaturpreise in Liedform präsentiert. T.C. mochte das Lied sehr. Und ich war sehr glücklich, einer meiner Literaturhelden kennenzulernen. Ein schöner Tag.

2017. Trio Eugster. Im Auftrag von Fredy Burger Manangement mache ich mich hinter die Umsetzung der Musical-Adaption vieler HIts des Trio Eugster. Charles Lewinsky hat das Buch geschrieben und ich adaptiere die Songs für die Bühne.
Die Melodien der Eugsters gehen ins Ohr und haben noch heute diesen belebenden Charme. Irgendwie geht ihre Leichtigkeit und Lüpfigkeit in mein Zentralnervensystem über. Ich gehe nach der Arbeit jeden Tag pfeifend nach Hause.

2017. Bliss. Es beginnt die Zusammenarbeit mit den fünf talentierten und gmögigen Jungs der Acapella-Comedy-Band BLISS. Seither trage ich hie und da eine musikalische Schnapsidee zu ihren Programmen bei. Das mache ich immer gern. Auch weil jede Sitzung und jedes Gespräch mit ihnen einfach Spass macht. Und natürlich auch, weil meine Songs bei ihnen in guten Händen (Hälsen) sind.

2016. Schönholzer&Rüdisüli. Für Robi und mich wurde ab 2016 der gemeinsame Konzertkalender dichter und dichter. Immer öfter waren wir zu Gast in den Kleintheatern und Konzerthäusern der Deutschschweiz. Das Kleinkunstwesen war für uns beide ein schönes Abenteuer und wir genossen die Einladungen sehr. So wandelte sich unser Hobby-Projekt langsam zum Beruf. Und wir pfupften mir Robis grünen Autöli von Auftritt zu Auftritt.

2016. Das Haustrio plus Schönholzer. Das Haustrio (Hämi Hämmerli, Toni Renold, Christoph Baumann) ist die Formation dreier wachgebliebener Jazz-Schwergewichte. Zu ihrem Auftrittskonzept gehört die abwechselnde Intergration diverser Kunstschaffende in ihr Improvisationsgefüge. Da werden Autoren und Kunstmalerinnen zum gemeinsamen kreieren auf die Bühne gerufen. Wir haben meine Lieder mit ihrer freien musikalischen Ausflügen verbunden und standen für ein paar Konzerte gemeinsam auf der Bühne. Das hat echt Spass gemacht.

2016. James Bomb. Die Arbeit an diesem Rockshowtheaterstück begann mit einer kleinen Depression. Das Präsidialdepartement der Stadt Zürich hatte keine Ohren mehr für die Projekte der altgedienten Theaterkompanie Mass&Fieber…
Jä nu, wir hatten mit unserem Kollektiv viele tolle Theaterstücke entwickeln können. Auch dank der grosszügigen Unterstützung der Stadt und dem Kanton Zürich.
Wir liessen uns den Wind nicht aus den Segeln nehmen. Und wir machten mit den bereits entstanden Liedern eine kleine Rockkonzert-Tournee. Und siehe da: Die Arbeit mit der Band wischte die Depression wieder weg!

2015. Duo-Konzerte mit Selina Schönholzer. Eine Vater-Tochter-Bandgeschichte. Ich bin Selina so auf neue Art begegnet. Vorallem das Proben, Tüfteln und Singen mit ihr bleibt eine schöne Erinnerungen.
Wir wurden ein wenig rumgereicht, spielten noch im Moods in Zürich und merkten schon bald, dass wir ohne einander weiterwachsen mussten.
Das Zusammenspiel machte übrigens sehr viel mehr Freude, als auf dem nebenstehenden Bild ersichtlich wäre…

2015. Sturm in Patumbah. Ein Kolonialismus-Theaterparcours in und um die Zürcher Villa Patumbah. Wir führen das Publikum durch die Geschichte des Hauses und ihrer Erbauer, wandern in die Vergangenheit und durchleuchten das Business des Menschen- und Warenhandels. Mit viel Musik, Tanz, ernsten Monologen und sarkastischen Liedzeilen. Eine Aufführung zum Lachen und zum Heulen. Von Mass&Fieber.

2015. Die Sirenen des Titan. Fast ein Musical nach dem gleichnamigen satirisch-philophischen Science-Fiction-Roman von Kurt Vonnegut. Zusammen mit Niklaus und Brigitte Helbling wurde die Zeitreise des Malachi Konstant für das Staatstheater Mainz dramatisiert. Die extrem verwobene und durch diverse Zeitachsen führende Geschichte war eine echte Herausforderung für uns. Nichts desto trotz – oder vielleicht gerade deshalb – war die Arbeit daran eine erkenntnisreiche Weiterbildung. Weit ab von der gängigen Musicalschiene hatte ich hier die Gelegenheit, unbekanntes Terrain zu betreten.

2015. Liederlich. Erste Tournee mit dem sympathischen Liedermacherfestival. Matto Kämpf, Dodo Hug, Reto Zeller und das frischgebackene Duo Schönholzer&Rüdisüli gingen gemeinsam auf die Bühne. Da traf sich ein wilder Mix aus Stilen und Haltungen, aber das Publikum zeigte sich offen für unsere Chrüsimüsi-Show. Liederlich sollte für mich eine neue Bühnenheimat werden – mit vielen neuen Bekanntschaften und Freunden. Seither gehören die Konzerte mit Liederlich zu den Höhepunkten in meinem Konzertjahr. Reto Zeller stellt immer wieder überraschende Kombis zusammen und ich geniesse die Aufritte mit neuen Bühnenpartner*innen. Und die Snacks in der Garderobe geniesse ich auch.

2015. Unterrichtstätigkeit an der ZHdK. Ich beginne das Fach ‚Songwriting im Drama‘ zu unterrichten. André Bellemont holt mich ins Dozententeam der Abteilung Film/Theater/Medien. Ich geniesse die Arbeit mit der Studentenschaft sehr. Dabei kann ich eigene Erkenntnisse als ‚Komponist für die Bühne und Medien‘ sortieren und reflektieren. Ich empfinde es als erfüllende und äusserst befriedigende Aufgabe, künstlerische Prozesse zu begleiten und Impulse zu setzen. Im Austausch mit jungen Komponist*innen habe ich ständigen Einblick in neue Erzählweisen. Eine Bereicherung!

2015. Songwriting: Für Hutzenlaub und Stäubli (Comedy/Musik Show), Omelette Surprise (Musik-Theater), Michael von der Heide (CD Bellevue), Schönholzer&Rüdisüli (Konzerte und CD mit Robi Rüdisüli), Chansonnerie (mit Marianne Racine und Risch Biert)

2014. Chansonnerie. Marianne Racine und ich vermissten das gemeinsame Singen und Blödeln und wir gründeten die Formation Chansonnerie. Oder eigentlich war es sie, die mich mit an Bord zerrte. Aber ich wehrte mich nicht. In unserer neuen Band verwoben wir altes und neues Liedgut und sangen vom Wetter, der Liebe, dem Untergang oder vom Weissbrot. Begleitet wurden wir vom fantastischen Pianisten Risch Biert, der unseren Chansons mit seinen feinen Fingern den wahren Glanz verlieh. Eine richtig gute Band war das.

2014. Pilgrim. Hörspielmusik. Was, wenn all die Sagen und Legenden, die sich um die Britischen Inseln ranken, wahr wären? Was, wenn diese Geschichten in unserer modernen Welt allgegenwärtig wären? In der Hörspielserie Pilgrim vermischt der Autor Sebastian Baczkiewicz die mystische Unterwelt mit dem furznormalen Alltag. Unvermittelt wandert William Palmer mit uns von der einen in die andere Realität.

2014. Onkel und Tanzen. Die dritte Arbeit mit der Tanzkompanie Somafon und Brigitta Schrepfer. Ich habe die Kompositionszeit für dieses Tanzduett geliebt. Irgendwie waren da plötzlich soviele neue Töne in meinem Kopf. Für mich war das eine klingende Entdeckungsreise. Hier hörst du (vielleicht), was ich meine.

2013. In meinem Hals steckt eine Weltkugel. Ein eindringlicher Text von Gerhard Meister, eine Mission ins schlechte Gewissen. Wir schauen durch die Augen des Autors auf die Welt, sehen Ungerechtigkeit und spüren den Schmerz, werden mit Fakten und Zahlen konfrontiert, erkennen Lösungsansätze und bleiben bei aller geistiger Aktivität tatenlos. Ein Stück über das Handelnwollen und das Nichtstun. Zusammen mit Doris Strütt und Udo van Oyen (beide Regie) haben wir ein Sprech-Klang-Theater gemacht, ein lebendig gewordenes Hörspiel. Ich fands richtig gut.

  • 2013. Weg damit! Ein Theaterstück mit Chansons: Eine Putzhilfe räumt das Zimmer eines verstorbenen Heimbewohners auf und zimmert sich aus den zurückgebliebenen Gegenständen ein Bild seines vergangenen Lebens. Dabei reflektiert sie ihr eigenes Tun, die Beziehung zu ihrer Tochter und sortiert die eigene Zukunft. Ein Stück über gescheiterte Versuche, grosse Wünsche und kleine Träume.
    Buch: Charles Lewinsky, Regie: Ueli Bichsel, Musikalische Leitung: Daniel Fueter, Lieder: Markus Schönholzer, Spiel: Graziella Rossi

2012. Pumpen Spülen Schleudern. Hier ist wieder das Duo Andri und Tina Beyeler am Werk. Dieses mal erzählen sie von Waschküchenbegegnungen. Natürlich mit Sprache und Bewegung. Und wieder performt Sebastian Krähenbühl mit Tina Beyeler. Das ist immer ein Ereignis. Ich habe den Soundtrack dazu gemacht. Dabei ist ein Lied entstanden, welches mich bis heute begleitet: I so do not need this.

2012. Die Bedürfnisse der Pflanzen. Sebastian Krähenbühl hat sich tief in die Tagebücher seiner Grossmutter gegraben und aus ihren Zeilen ein theatrales Portrait gestaltet. Im Dialog mit ihr sucht er zwischen Resten ihrer Erinnerungen und den Tagebuchworten nach ihrem Leben und ihrem Antrieb. Ein berührender, hautnaher Theaterabend. Mit Klängen, Geräuschen und Wanderliedern von mir.

2012. Literaturausstellung mit Liedern. Ich bekam den verlockenden Auftrag, einige Nonsense-Gedichte für eine Ausstellung im Literaturmuseum Strauhof zu vertonen. Ein gefundenes Fressen. Ich hab die Arbeit daran wirklich geliebt. Danke, lieber Tommy Bodmer für die schöne Einladung! Entstanden ist unter anderem das Lied von den Jumblies – nach einem Gedicht von Edward Lear.

2012. Kammerflimmern – ein Liebesliederabend mit Arztvisite. Ich hatte schon vor einiger Zeit mit dem Weshalb-Forellen-Quartett gearbeitet und war da auf die formidable Musikerin und Sängerin Marianne Racine gestossen. Wir haben uns alle gut verstanden, und wir suchten nach vernünftigen Gründen, miteinander weiterzuarbeiten. Ich hatte schon lange diese vage Idee, ein Konzertformat anzugehen, welches Liedgut mit Fachvorträgen verbindet. Und hier bot sich die Gelegenheit, Liebeslieder mit medizinischen Vorträgen zum Thema Hormone und Botenstoffe zu ergänzen. Was passiert im Körper eines Menschen, der akut verliebt ist?
Und so zogen wir mit dem Streichquartett, unseren Stimmen und einigen schönen bis absurden Liebesliedern durchs Land und traten jeweils mit einem lokalen Mediziner auf. Das war extrem interessant und lustig und lehrreich. Danke, Dr. med. Fredy Bänziger (mein Hausarzt und medizinischer Bühnenberater) für die grossartige Unterstützung.

2012. Ursus und Nadeschkin haben es mir angetan. Ich bin schon seit Jahren Fan ihrer Projekte. Ihr kluges Changieren zwischen Intellekt und Blödsinn macht mich immer wieder glücklich. Als sie mich anfragten, ob ich für ihr Programm ‚6 Minuten‘ die Musik schreiben würde, habe ich nicht gezögert. Entstanden ist das Stück ‚Hey Bibi Hey Ha Hu‘, Chindschopf-Musik pur. Kann man hier hören oder gar kaufen. Danke für die schöne Zusammenarbeit, ihr beiden.

2012. Die Geschichte des Zauberers von Oz begleitete mich durch meine Kindheit. Judy Garland, die Songs, der Löwe, der Strohmann und der Blechmann, sie sind alle sowas wie alte Freunde von mir. Mit Brigitte und Niklaus Helbling habe ich mich für das Theater Basel an eine Neufassung gewagt, und andere musikalische und thematische Schwerpunkte gesucht, als im weltberühmten Film aus den 30er Jahren. Entstanden ist ein wirklich schönes Familienmusical, welches mir grosse Freude bereitete. Da sind ein paar Lieder drin, auf die ich richtig stolz bin.

2012. Erste Solauftritte als Singer-Songwriter. Ich hatte für soviele Produktionen Lieder geschrieben, dass ich langsam die Übersicht über mein eigenes Schaffen verlor. Ich sprang dauernd vom Einen zum Nächsten und vergass gleich, was ich eigentlich gemacht hatte. Das war ermüdend. Deshalb habe ich mich hingesetzt und einige vergangene musikalische Taten ausgegraben und reinterpretiert. Ganz simpel, mit Gitarre, Banjo und meiner Stimme. Und mit diesen Liedern bin dich dann aufgetreten. Mal in einem Buchladen, dann in einer Schreinerei und nach und nach in Kleintheatern. So ist in mir ganz langsam der Solokünstler und Liedermacher entstanden, der ich heute bin. Ein wichtiger Wegbegleiter und Mutmacher in dieser Zeit war Robi Rüdisüli, der grossartige Multiinstrumentalist aus Rüti ZH.

2011. Gotthelf. Ein Musical nach dem Roman ‚Die Käserei in der Vehfreude‘. Von Charles Lewinsky eigens für die Seebühne Thun adaptiert. Mein erstes durchkomponiertes Musical. Die Musik folgt konsequent und minutiös dem Rhythmus der oft gereimten Sprechtexte. Eine grosse Herausforderung für die Darstellenden und eine äusserst erfüllende Kompositionsarbeit mit eigener Ästhetik. Zum Glück hatte ich die tatkräftige und charmante Unterstützung der beiden musikalischen Leiter André Bellmont und Michael Reed. Danke, ihr Herren!

2011. Eigenbrötler — Ein getanztes Plädoyer für die menschliche Artenvielfalt. Von Brigitta Schrepfer und Christiane Loch mit ziemlich lustiger Chindschopf-Musik von mir. Mehr Infos hier.

2011. True Nature. Eine Yoga-Business-Satire von und mit Anna Tenta und Hannes Glarner. Mit einem entspannenden Yoga-Soundtrack von mir.

2009. Die Gesslerzwillinge. Jasmin Clamor und Fritz Bisenz beschlossen nach der Auflösung der Acapickels als Duo aufzutreten. Und das gleich in Weltformat. Eine gigantische Show mit echter Big Band wurde auf die Bühne gebracht. Und die Gesslerzwillinge eroberten, begleitet von der 12-köpfigen Triple-B-Bigband die grossen Hallen des Landes im Flug. Ein wahnwitziges und spannendes Unterfangen mit vielen neuen Songs (von mir) und adaptierten Hits (aus der ganzen Welt).

2009. Vollfett und Fliegengewicht. Die Zusammenarbeit mit Brigitta Schrepfer ist von erfrischend geerdeter Natur. Brigitta ist stehts um eine gute Landung nahe beim anvisierten Zielpublikum bemüht. Das macht die Kooperation mit ihr und ihren Ideen so zauberhaft konkret. Da weiss man als Musiker welche Farben zur Verfügung stehen, wo die musikalische Geschichte beginnt und endet. Gerade dieses klare Abstecken des konzeptionellen Spielfeldes ermöglicht in der eigentlichen musikalischen Umsetzung eine umso grössere Freiheit. So konnte ich bei „Vollfett und Fliegengewicht“ stimmlich wilde Kreise ziehen und neuen Klangraum erobern ohne aus dem Rahmen zu fallen – und hatte dabei immer das Gefühl in einer gemeinsamen Sprache einem gemeinsamen Ziel näher zu kommen. Eine äusserst befriedigende und befreiende Arbeit.

2010. Die Schweizermacher – ein Musical nach dem Film von Rolf Lyssy. Das war eine ausgesprochen wichtige und lehrreiche Arbeit für mich. Ich hatte mit Stefan Huber einen äusserst feinfühligen Regisseur zur Seite, der mir die inszenatorische Möglichkeiten des Liederschreibens näher brachte. Gemeinsam mit dem hochgeschätzten Autor Paul Steinmann navigierten wir durch die nicht so einfache Aufgabe, einen Kultfilm gewinnbringend auf die Bühne zu hiefen. Dabei lernte ich als Songwriter und Geschichtenerzähler die Vorzüge unserer Mundart schätzen. Für mich das eine prägende Entdeckung.
Das Stück war zwar kein grosser Publikumserfolg, aber ich mochte das Ergebnis unserer Zusammenarbeit sehr. Das Musical wurde glücklicherweise zum Dauerbrenner und es taucht immer wieder in neuen Inszenierugen auf den Bühnen der Schweiz auf.

2009. Die Standesbeamtin. Ein Film von Micha Lewinsky. Ich habe dazu die Songs geschrieben und zusammen mit Marcel Vaid den Soundtrack produziert. Marcel war ein guter und entspannter Partner, der mich freundschaftlich durch meine erste grosse und aufregende Filmarbeit führte.

2009. Ein Liederschreiberjahr….
Frässe für die CD „Ohrewürm 5“, Unconditional Love und The Loves of your Life für den CD-Soundtrack des Films „die Standesbeamtin“, Love & Ignorance für das Theaterstück „die verlorene Kunst ein Geheimnis zu bewahren“ von Thomas Luz, Immer im Chreis für den Kinofilm „Sommervögel“ von Paul Riniker

2008. Die schwarze Kammer – ein Geistersingspiel aus dem Bürgerkrieg. Eine Produktion von Mass&Fieber.
Wilde Geräuschkulissen, Liebeslieder, Balladen, Popsongs. Alles durfte und konnte in diesem Geisterhaus erklingen. Das habe ich genossen. Und dabei habe ich auch noch den Schausoieler Samuel Streif kennengelernt. Eine Bereicherung fürs Leben.

2008. Für den Kinofilm der Freund von Micha Lewinsky durfte ich das Lied Birth-day von Sophie Hunger interpretieren. Ein guter Film und ein wirklich schöner Song. Hier in der Fassung, wie er im Abspann des Films zu hören ist. Produziert in Kooperation mit Marcel Vaid.

2008. Tierpark — ein interaktives Theaterspiel
Ich schrieb dafür die Truppenhymne und Marschlieder. Und wir zogen singend über die Felder…
Eine Produktion der freien Theatergruppe Mass&Fieber.
Konzept: Niklaus und Brigitte Helbling.
Aufführungen im Zentrum Paul Klee und am Theaterspektakel Zürich

2006. Acapickles go to Las Vegas. Eine grosse Show mit der damals erfolgsreichsten Comedy-Gruppe der Schweiz. Ich hatte die Damen damals bei einer Eigenproduktion im Casino Theater Winterthur kennnen- und schätzen gelernt. Und weil sie zu jedem Umfug bereit waren, konnte ich die musikalisch blödsinnigsten Ideen für sie aufbereiten und mit ihnen umsetzen. Tolle Band mit Buddy Casino,

2006. Wünsch dir was – ein broadwaytaugliches Musical
Endlich mal ein Musical schreiben mit richtiger Liveband! Das hatte ich mir schon lange gewünscht. Und weil Sibylle Berg auch schon lange an den Broadway wollte, traf sich das ganz gut.
Zum Glück konnte ich Matthias Stötzel für die musikalische Leitung gewinnen. Er war mir schon bei „Deep“ ein unverzichtbarer Freund und Helfer gewesen. Und er schaffte es zusammen mit Niklaus Helbling und Salome Schneebeli in gut sechs Wochen aus der Crew des Schauspielhauses eine tanzende und singende Musicaltruppe zu formen. Respekt.

Für mich war „Wünsch dir was“ eine spannende musikalische Herausforderung. Wir befanden uns ja mit den Texten und Botschaften von Sibylle Berg nicht gerade im Mainstream-Bereich. Und doch hatten wir uns entschieden, musik-stilistisch nah am guten alten Broadway zu bleiben. Dieses Spannungsfeld gefiel mir persönlich sehr, und ich denke, dass wir daraus eine wirklich eigene szenische Sprache entwickelt haben.

2006/07. Bunbury (Oscar Wilde) und Don Juan (Molière).
Zwei Inszenierungen von Werner Düggelin am Schauspielhaus Zürich. Ich habe für die beiden Produktionen nur kleine Scene-Changes und Stimmungen produziert, aber ich durfte mich dem Sprechtheater durch Düggelin mit neuen Augen nähern. Mit welcher Hingebung er den Werken und den Darsteller*innen begegnete, war beeindruckend und bewegend. Mit Liebe zum Detail erschuf er eine erhellende Mischung aus Licht, Bewegung, Stillstand und Sprache. Die Probenbesuche waren jeweils ein grossartiges Erlebnis.

2006. Smitt. Eine Camcorder-Theaterinsatallation nach einer Erzählung von Georg Klein.
Regie: Sebastian Krähenbühl. Spiel: Sebastian Krähenbühl und Andreas Schröders. Video: Daniel Hertli. Musik: Markus Schönholzer
Eine schöne Kritik aus der NZZ

2006/07. Popfood.
Die Lieder dieser hochbegabten Kapelle erinnern mich an sehr sehr gute Brit-Pop-Bands. Musik, die klingt, als ob ein warmer Sommerregen fiele und wir alle noch Hoffnung hätten. Das ist Musik, auf die wir stolz sein können. Ich wünsche popfood Reichtum, Weiber, schnelle Schlitten und Hallenstadien voller Zuhörer, die sich in den Armen liegen und Weinen vor Freude!”
 Sibylle Berg, Schriftstellerin

“Ein Soundtrack für die butterweichen Stunden im Leben. Muss wohl an der samtigen Stimme von Markus Schönholzer liegen. Und witzig ist er auch noch, der Mann. Das ist Futter nach meinem Geschmack.”
Sina, Musikerin

Popfood war: Martin Gantenbein (drums), Ephrem Lüchinger (keys), Sandra Merk (bass), Markus Schönholzer (guitar, songwriting)


2005. Dieses Zimmer. Was Andri Beyeler seinen Protagonisten in den Mund legt, ist Laut gewordenes Gedankengut. Er präsentiert uns das Leben in Stakkatosätzen. Das wirkt aber weder künstlich noch aufgesetzt. Er hat den Menschen und ihrer unvollkommenen Alltagssprache einfach gut zugehört.
Wenn seine Stücke in die Hände seiner Schwester Tina fallen, wird Andri’s Innenwelt zu Bewegung. Und wenn sie diese mit Sebastian Krähenbühl (meinem Lieblingstänzer) in Szene setzt, entsteht eine absolut einzigartiges Sprach-Tanz-Theater.
Thom Luz, Frank Gerber und ich haben mit unseren E-Gitarren gerne bei dieser weihnächtlichen Feiertagsdekonstruktion mitgeholfen. Selten entstand Musik (in meiner Anwesenheit) mit solcher Leichtigkeit und Natürlichkeit. Das machte echt grosse Freude.

2005. King Placebo – oder die Reise ins Pharmaland
Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Autorenpaar Niklaus und Brigitte Helbling. Diesmal für das Theater Basel. Ein intellektuell-kömödiantisches Rockmusicaldingsbums über ein Pharma-Königreich und das Leben ihrer Herrscher und Bewohner. Irgendwann zwischen dem 18. Jahrundert und dem Hier und Jetzt angesiedelt.
Geblieben ist mir die halluzinogene Pillennmusik – aber vorallem auch die extrem schönen Kostüme von Kathrin Krummbein. Ich habe mich jeden Abend gerne für den Auftritt umgezogen.

2005. Wasserfalle. Die erste Regiearbeit von Sebastian Krähenbühl. Eine Geschichte aus der Zeit, als der Wilde Westen und die Schweiz noch viel näher beieinander lagen. Träume von Schienen und Tunnels, Entwicklung und Reichtum. Ein Dorf setzt alles aufs Spiel und spekuliert mit der Zukunft. Doch die Welt zieht an ihm vorbei. Zurück bleibt Staub und Enttäuschung. Ein Moritatenspiel in Form eines fahrenden Musiktheaters.
Ich habe wöhrend der Probenarbeit viel gelacht und viel gelernt. Auch wegen dem grandiosen Schauspieler Andreas Schröders und der verrückt-verdrehten Charlotte Heinimann.

2005. Dadü Dada. Was war das eine Truppe von Draufgängern! Und damit meine ich wirklich alle. Von den Schauspielerinnen über den Videokünstler bis zum Bühnenbildner. Alle gaben Vollgas. Dabei ist aber kein Rumpeldipumpel-Energie-Trash-Ding entstanden, sondern ein feingestricktes gut getaktetes Theaterpflänzchen. Ein pulsierendes Etwas mit einer glühenden Urenergie. Dada?

Alle Mitwirkende wollten singen. Da habe ich sie mit Chören überhäuft. Und siehe da, sie sangen wirklich, und haben sich in fast fanatischer Arbeitswut Stimmen und Choreografien reingehämmert. Eine wirklich reichhaltige Arbeit mit Hannes Glarner, Franziska von Fischer, Krishan Krone, Doris Strütt für das Dadahaus in Zürich. Dada!

2004-2010. Autodrom, Die Schwarze Kammer, Tierpark, Wilde Detektive, Houdini. Lauter grosse Produktionen mit Mass&Fieber mit vielen eigenen Songs und fantastischen Bandmomenten. Ich habe das Songwriting mit Brigitte Helbling immer genossen. Sie hat mir mit ihren Lyrics Steilvorlagen für neue Songs geliefert. Immer inspirierend.
Die Produktion, die bei mir am intensivsten in Erinnerung bleibt, ist ‚Houdini- die Rock’n’Roll-Show der letzten Befreiung‘. Als Band aber auch als Theatertruppe haben wir dort echtes Neuland betreten. Nicht zuletzt, weil da Phil Hayes mitwirkte, der eine neue Intensität und Echtheit auf die Bühne brachte. Ich habe die Proben mit ihm geliebt.

2003/2004. ‚Welt im Spiegel‘ und ‚die Abdankung‘.
Die Initianten des Casino Theaters Winterthurs setzten sich das Ziel, ein Theater fürs Publikum und für Theaterschaffende zu verwirklichen. Deshalb ist die Arbeit für und in diesem Kulturhaus immer schön. Das liegt einerseits an der Sensibilität der Theaterleitung, andererseits an der grossen Energie, welche die Akteure der Comedyszene ins Haus tragen. Hier wird an jedem Lacher mit grossem unternehmerischem Eifer gearbeitet. Hier gehts um die Wurst. Jeder unverkaufte Platz ist eine persönliche Niederlage. Ich habe jede Produktion als grosses Für- und Miteinander erlebt. Und das macht halt einfach gute Laune.

2004. Heimat, deine Sterne – eine musikalische Wurzelbehandlung. Ein Singspiel für 4 Schrebergärten: Deutschland Ost, Deutschland West, Österreich und die Schweiz. Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Identität singen sich Gärtner und Gärtnerinnen durch Volksgut, Kunstlieder und Rocksongs. Ein Singspiel der wilderen Art, welches ich zusammen mit Niklaus Helbling für die Salzburger Festspiele gezimmert habe. Mit dabei war auch Buddy Casino, der Mann an der Farfisa Orgel. Ich bin noch immer Fan von seinem Spiel. Ein grossartiger Musiker.

2004. Japanese Cowboys. Ich ging für dieses Projekt der Choreografin Salome Schneebeli wieder zurück in den Westen der USA. Zumindest musikalisch. Aus Banjoklängen, präpariertem Klavier, Whirlies und Spielzeugen entstand in Zusammenarbeit mit Martin Gantenbein der Soundtrack zu diesem getanzten West-Ost-Showdown. Balladen mit Kanten und Ecken, auf Japanisch und Englisch: The Ballade of the wild wild West. Mit Simone Aughterlony, Phil Hayes und Roeland Wiesnekker trafen sich drei grossartige Performer*innen auf der Bühne.

2003. Walter Tell. Eine Dialektsatire von Hannes Glarner und Patrick Frey am Casino Theater Winterthur. Durch diese Produktion habe ich damals die Theaterlandschaft aus einer neuen Perspektive kennengelernt. Schweizer Promis stellten ihr Ego in den Schrank und widmeten sich Wochenlang einem theatralen Kollektivereignis. Ich habe gestaunt. Ich lernte Sandra Studer, Viktor Giaccobo, Patrick Frey, die Acapickels, Walter Andreas Müller u.v.a. kennen – alles Menschen, die ich in den kommenden Jahren in vielen Projekten wiederbegegnen würde. Ein grosser, entspannter Spass.

2003. Bad Hotel. Eine Theaterinstallation in der Gessnerallee, geplant und gestaltet von Brigitte Helbling und Dirk Thiele. Ein gigantisches Hotel mit zig liebevoll eingerichteten Zimmern – Wochenende für Wochenende von neuen Künstlergruppen belebt. Laute Gitarren aus Zimmern, Verfolgungsjagden, Auseinandersetzungen an der Bar, groteske Bilder und verwunschene Wesen. Ich sang und zupfte in einer kleine Schlafkoje vom Träumen und Schlafen. Sleep will come.

2002. Mary – schillernde Zeiten. Die letzte grosse Bühnenshow des Travestiestars Mary, alias Georg Preusse. Ich habe mit Charles Lewinsky sämtliche Lieder dafür geschrieben, die dann 2002 auch als Album erschienen. Die Songs wurden allesamt von der deutschen Jazz-Legende Paul Kuhn arrangiert. Mehr als 100’000 Zuschauer haben damals Mary am Schillertheater in Berlin gefeiert.
Das war eine Schöne Chanson-Show-Arbeit, auch wegen der Zusammenarbeit mit dem grossartigen Matthias Stötzel, der mir, wie schon beim Musical Deep und später bei den Schweizermachern, zur Seite stand.

2002 war auch ein Mass&Fieber-Jahr. Red Cross Over spielten wir an der Expo 02. Auf einem umgebauten Ledi-Schiff fand ein grosser Theaterabend statt. Für mich war das die überzeugendste Arbeit von Mass &Fieber. Sibylle Aeberli, Martin Gantenbein und ich haben dafür seltsam-berührende Balladen, schräge Märsche und einigen Musicaleinlagen gezimmert. Ich habe dieses Sommertheater-Lagerleben in der Westschweiz geliebt und jede Schiffsfahrt total genossen. Eine wunderbare Cast. Hier der Link zur gesamten Crew. Ahoi!

2001
Präriepriester. Der nächste Wurf von Mass&Fieber. Ich habe bei der Arbeit an den Liedern, Countrymusik auf neue Weise schätzen gelernt. Brigitte Helbling hat einige tolle Songtexte geschrieben – und ich habe sie dann in die Westernlandschaft eingebetet. Eine wohltuende und wichtige musikalische Arbeit für mich, weil ich dabei (wieder)entdeckt habe, dass es zuweilen nur 3 Akkorde für einen guten Song braucht. Ein wuchtiger Theaterabend mit Roeland Wiesnekker, Fabienne Hadorn, Christopher Novák, Tina Seeland, Denis Aebli, Sabine Worthmann und mir.

2000
Deep – das Musical. Meine erste Begegnung mit den Untiefen der Unterhaltungsindustrie. Charles Lewinsky führte mich persönlich ins Geschäft ein. Und ich bin ihm bis heute äusserst dankbar, dass er mir in Sachen Theater und Publikumsnähe den Horizont erweitert hat.
Deep war für mich mein Musical-Erstling, ein Lehrstück. Die Arbeit daran war furchterregend gross, aber auch unglaublich spannend und prägend. Was für ein Einstieg ins Showgeschäft!

1998/99
Bambifikation. Um das Regie und Autorenpaar Niklaus und Brigitte Helbling bildet sich die freie Theatergruppe Mass&Fieber. Man lädt mich ein, als musizierender Performer das erste grössere Theatervorhaben der Formation anzugehen. Es entsteht – auch dank dem überschäumenden Talent der Schauspielerin Fabienne Hadorn – ein fulminanter, äusserst musikalischer und vielfach preisgekrönter Theaterabend, der in der Schweiz und Deutschland auf Tournee geht. Bo Wiget (Cello. Gesang, Gerätchen) ist mein musikalischer Bühnenpartner. Die Arbeit mit ihm ist ein riesengrosses Vergnügen.

1997-2003
The Circus McGurkus. Ich entdecke das Komponieren. Und ich beginne, mit der Hilfe von Robi Rüdisüli, englische Nonsense-Gedichte zu vertonen. Die grossartige Band mit Kontrabass (Herbert Kramis), Bassklarinette (Heuss), Klarinette (Thomi Geiger) und Sopransax/Flöte (Robi Rüdisüli) müht sich mit meinen komplexen und etwas sperrigen Liedern ab. Nach viel Arbeit und dank der Hilfe aller Mitmusiker entsteht ein wirklich eigensinniger Sound, der perfekt zu den ausgesuchten Gedichten passt. Die Premiere findet an einem lauen Sommerabend im Rahmen des Stadtsommers im Rieterpark statt. Für mich ein unvergesslicher und ganz wichtiger Anlass. Die Arbeit mit der Band beschert mir das Werkjahr der Stadt Zürich. Es geht obsi!

1995/96
The Black Rider. Stephan Müller inszeniert das Singspiel von Waits and Burroughs im Theater am Neumarkt. Mit einer fantastischen Besetzung. Und ich bin in der Band. Soviel Theater! Hinter und vor der Bühne. Diese Welt begeistert mich. Intoxicating!

1995-96
Bubble Town. Eine ziemlich outländische Band um die Performerin/Sängerin Erika Stucky. Marco spielte einen tollen Bass, Erika sang und machte sich Weihnachtskugeln ins Haar, Luli hatte den Tiger im Tank und ich trug kurze Hosen. Eine Zeit lang war das eine richtig schöne Bühnenfamilie. Mama Stucky machte Pancakes und es ging uns allen gut.

Frank& Frei 1995

1992-94
Frank&Frei! Tolle, sehr laute Band mit Martin Gantenbein, Luigi Archetti und Jan Schlegel. Wir demontierten Frank Sinatra und führten seine Werke der freien Improvisation zu. Erste Versuche mit Instant-Songwriting. Eine gewaltig unterhaltende Herausforderung für uns und das Publikum. Schweizer Tournee, CD. Schöne und intensive Zeiten mit exzessivem Gelächter und der Geburt meiner ersten Tochter…

1992
Kleinzeit. No Secrets trifft Urs Blöchlinger und Christoph Baumann. Daraus resultiert ein Multimedia-Erzählprojekt mit dem wir durch die Schweiz tourten.
Eine Riesensache – und das letzte Programm der Band No Secrets in the Family. Dabei waren auch: Christof Dienz, Christoph Gantert, Placidus Schelbert, Marie Schwab, Prisca Weiss, Chris Wirth, Heiner Zweifel, Peter Panyoczki, Thomas Waldvogel…

1982 – 1992
No Secrets in the Family (NoSE) war lange Zeit meine musikalische Heimat. Fast 10 Jahre lang haben wir uns wöchentlich in unserem Schwamendinger Probelokal getroffen und uns an unsere musikalischen Grenzen gewagt. Es war Freizeitbeschäftigung und Schule zugleich. 4 Tonträger sind in dieser Zeit entstanden, viele Tourneen und Projekte.

1980
Kloendoer. Meine erste richtige Band. Wir waren irgendwie Hippies. Einfach viel zu spät dran. Die 68er waren längst vorbei. Und Drogen haben wir auch nicht konsequent konsumiert. Aber immerhin haben wir so etwas wie progressiven Folk gemacht. Und das machte Freude. Erste Tourneen führten uns (Christian Strässle, Herwig Thöny, meine Schwester Annette und mich) durch die die Deutschschweiz und ins nahe Ausland. Das war ziemlich aufregend.

1977-1980
Und dann gabs schon bald mal die ersten Konzerte in Stuben, Beizen und Kellertheatern. Immer im Duo mit meiner ‚kleinen‘ Schwester Annette, die allen Männern mit ihrer Stimme die Augen verdrehte. Da habe ich gelernt, was es heisst, Sideman zu sein.

1968
Mein Musikerleben hat mit einer kleinen Ukulele angefangen. 1968 habe ich eine zum Geburtstag bekommen. Von da an machte irgendwie alles mehr Sinn. Ich war angefixt. Vom Singen und vom Spielen. Ich besuchte ersten Gitarrenunterricht bei einem rauchenden Jazzgitarristen. 3 Dollar kostete die Stunde – Bar, im voraus zu bezahlen.